Es war dem Herzblut des Organisators Gottfried Balzli zu gönnen, dass nach harzigem Meldebeginn schliesslich doch 15 Teilnehmer zur 38. Ausgabe des traditionsreichsten Einzelturniers der Schweiz antraten. Darunter waren die vier Leppards Luki, Hampi, Jerry und Pat.

Alle vier qualifizierten sich erwartungsgemäss mühelos für die Finalrunde, in welcher Hampi, Jerry und Pat der einen, Luki der anderen Gruppe zugelost waren. Somit war ein reiner Leppard-Final nicht auszuschliessen, doch es kam nicht ganz so wie erwartet.
Luki war in seiner ausgeglichen verlaufenden Gruppe gut unterwegs, doch Ivan Grütter - senes Zeichens auch ehemaliger Einzel Schweizermeister - führte die etwas feinere Klinge und setzte sich im entscheidenden Direktduell durch.
In der anderen Gruppe spielte ausgerechnet der Leppard gross auf, von dem man es am wenigsten erwarten durfte. Pats Kicker sahen nach der Geburt seiner Tochter nach Monaten erst zum zweiten Mal wieder Tageslicht, doch die Unbeschwertheit schien den Trainingsrückstand mehr als nur zu kompensieren. Eigentlich angetreten, um vor der anstehenden Regionalligarunde ein Training unter Wettkampfbedingungen zu absolvieren, fand er sich nach 8 Siegen und einem Unentscheiden völlig unerwartet im Final. Dies bedeutete, dass Jerry seinen Titel nicht verteidigen konnte, aber vielleicht blieb er ja in der Familie. Hinter Pat klassierte sich überraschend Mike Braginsky auf dem zweiten Platz, da er sowohl Jerry als auch Hampi 3:2 besiegen konnte.

In den Platzierungsspielen sorgten Jerry, Hampi und Luki mit Siegen für einen versöhnlichen Abschluss. Luki sicherte sich so den Podestplatz, Hampi wurde 5., Jerry 7.
Im FInal startete Pat gegen Ivan brillant und konnte früh mit 2:0 vorlegen. Danach verzeichnete er aber erstmals an diesem Tag Ladehemmung, seine Schüsse fanden den Weg zum Tor nicht mehr. Ivan zeigte sich in dieser Phase konstant gefährlich und konnte so Sekunden vor der Halbzeit ausgleichen. Die zweite Halbzeit verlief ähnlich weiter, Ivan konnte 3:2 vorlegen. Erst zum Schluss fand Pat zur Gefährlichkeit zurück und suchte den Ausgleich mit allen Mitteln, doch Ivan wehrte sich in der Defensive hervorragend und brachte den Turniersieg ins Trockene.

Angesichts des Spielverlaufs nagte kurz der verpasste Turniersieg an Pat, doch unter den Voraussetzungen war der Finaleinzug schon viel mehr als zu erhoffen war. Zusammen mit einem Torverhältnis von 44:13 in 10 Spielen hatte er nicht ganz das Turnier aber wieder viel Vertrauen in sein Spiel gewonnen.